ENDLICH! DAS „AUS“ FÜR TIERVERSUCHE RÜCKT IN GREIFBARE NÄHE
Keine Tierversuche für Kosmetik! Was LOGONA Naturkosmetik seit Jahrzehnten fordert und praktiziert, wird endlich handfeste Politik: Die EU stellte die Weichen in Richtung „Aus“ für Tierversuche.
Kosmetik-Fertigprodukte dürfen bereits seit 2004 nicht mehr im Tierversuch getestet werden. Trotzdem litten Tiere weiterhin für die Schönheit. Mit einer im März 2009 in Kraft getretenen Regelung schiebt die EU Tierversuchen einen weiteren Riegel vor:
- EU-weit dürfen keine Kosmetika mehr vermarktet werden, die Inhaltsstoffe enthalten, die im Tierversuch getestet wurden. Das ist ein Grund, sich zu freuen. Gesiegt hat der Tierschutz aber noch nicht, denn der Teufel steckt im Detail. Die neue EU-Regelung enthält leider ein Schlupfloch, das Tierversuche weiterhin möglich macht.
- Das Verbot bezieht sich nur auf Inhaltsstoffe, die ausschließlich in Kosmetika verwendet werden. Und das sind nur wenige, denn Kosmetika bestehen zum weitaus größten Teil aus Inhaltsstoffen, die auch in anderen Produkten zum Einsatz kommen. Solche Substanzen können weiterhin an Tieren getestet werden. Zumindest einige Jahre lang.
Zu begrüßen ist die neue EU-Regelung dennoch, denn sie erzwingt massiver als je zuvor den Einsatz tierfreier, alternativer Methoden.
Für LOGONA Naturkosmetik wurden oder werden niemals Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben.
Die Achtung von Mensch, Tier und Umwelt ist das ethische Fundament von LOGONA Naturkosmetik. Darum engagiert sich LOGONA seit Jahrzehnten für ein generelles Verbot von Tierversuchen und für die Entwicklung und den Einsatz alternativer Testmethoden.
- Weil Tierversuche und der Siegeszug der modernen Chemie untrennbar miteinander verbunden sind, ist der nach wie vor beste Garant für eine tierversuchsfreie Kosmetik der weitestgehende Verzicht auf immer neue synthetische Chemie.
- LOGONA Naturkosmetik ist der Natur verpflichtet und geprägt von authentischen Naturzutaten wie Pflanzenölen, Pflanzenbutter, pflanzlichen Wachsen und Pflanzenextrakten. Sie basiert auf den großen Traditionen der Naturheilkunde und der Kräuterkosmetik, also einem Wissen, das über Jahrhunderte gewachsen ist.
- Verankert ist LOGONA Naturkosmetik zudem in den strikten Qualitätskriterien „Kontrollierte Naturkosmetik BDIH“ und den strengen Richtlinien der neuen Zertifizierung NaTrue.
- Im Gegensatz zu den Tausenden von Inhaltsstoffen, die in Kosmetika eingesetzt werden, lassen die BDIH- und die NaTrue-Zertifizierung außer rein natürlichen nur bestimmte, strikt ausgewählte naturnahe und natur-identische Inhaltsstoffe zu.
Wann ist es mit Tierversuchen für Kosmetik endgültig vorbei?
Ein „Aus“ für Tierversuche lässt weiterhin auf sich warten, weil es nach wie vor an alternativen Methoden zur Untersuchung möglicher Nebenwirkungen von Chemikalien fehlt. Die Sinnhaftigkeit der nach wie vor praktizierten Tierversuche wird von Tierschützern schon seit Jahren in Frage gestellt. In diesem Punkt hat sich die Politik bislang noch kaum bewegt. Doch der Druck zu handeln wird größer.
• Eine flexiblere Haltung der Politik könnte sich z. B. darin ausdrücken, dass mehr alternative Methoden anerkannt und Zulassungsverfahren verkürzt werden. Zurückgehen wird die Zahl der Tierversuche aber schon jetzt, denn die neue EU-Regelung legt fest:
• Bestimmte Tests sind ab einem bestimmten Datum ein für allemal verboten ob alternative Testverfahren zur Verfügung stehen oder nicht. Das ist, nach über 20jährigem Engagement gegen Tierversuche, ein großer Erfolg.
• Bis 2013 gilt grundsätzlich, dass alternative (tierfreie) Testverfahren angewendet müssen wenn es für die jeweiligen Tests solche Verfahren gibt. Gibt es sie nicht, darf weiterhin nach dem Chemikalienrecht an Tieren getestet werden.
• Da jedoch festgeschrieben wurde, dass bestimmte Tests nur noch für eine begrenzte Zeit erlaubt sind, führt an der Entwicklung alternativer Methoden kein Weg mehr vorbei.
Mehr Geld für tierversuchsfreie Forschung
Wann das Thema Kosmetik und Tierversuche endgültig zu den Akten gelegt werden kann, steht und fällt mit der weiteren Entwicklung alternativer Testmethoden. Es ist aber schon jetzt abzusehen, dass die neue EU-Regelung zu größeren Forschungsanstrengungen führt.
- Immerhin wurden bereits 50 Millionen Euro von der EU und dem Verband der europäischen Kosmetik-Hersteller (Colipa) bereitgestellt, um tierfreie Testmethoden zur Untersuchung der Langzeit-Toxizität zu entwickeln.
- 5 Alternativmethoden zu Tierversuchen sind inzwischen in der EU und teilweise auch weltweit anerkannt.
- Der zentrale „Knackpunkt“ ist nach wie vor die Langzeit-Toxizität. Dieser Begriff steht für Langzeit-Tests, bei denen viele Tiere sterben. Solche Tests werden bis zum Stichtag 11. März 2013 weiterhin erlaubt sein.
Vermarktungsverbot für Kosmetika, die in Drittländern getestet wurden.
Anders als in Europa, sind Tierversuche in anderen Teilen der Welt noch völlig selbstverständlich, sogar vorgeschrieben und werden kaum in Frage gestellt.
- Kosmetika, die aus Ländern außerhalb der EU importiert werden, können im Tierversuch getestet worden sein oder Inhaltsstoffe enthalten, die im Tierversuch getestet wurden. Ein Importverbot für solche Produkte wird ebenfalls schon lange gefordert. Nun ist es mit Einschränkungen da:
- Kosmetika, die in Drittländern wie Japan oder den USA im Tierversuch getestet wurden, dürfen bereits jetzt nicht mehr importiert werden. Import-Produkte dürfen jedoch bis März 2013 Inhaltsstoffe enthalten, die im Tierversuch getestet worden sind.
Wie die Einhaltung der neuen Vorschriften wirksam kontrolliert werden kann, ist allerdings eine noch offene Frage.
Kann „ohne Tierversuche“ 100%ig garantiert werden?
Solange Tierversuche irgendwo auf der Welt noch erlaubt sind, ist es leider weiterhin unmöglich, absolute Tierversuchsfreiheit zu garantieren.
- Kein Hersteller kann leisten, was von Rechts wegen verlangt wird: zu belegen, dass nicht irgendwo auf der Welt ein Inhaltsstoff durch Dritte an Tieren getestet wurde oder wird. Das gilt auch für Naturstoffe wie z. B. Kamille oder Calendula. Den Beweis dafür zu erbringen, dass eine bestimmte Kosmetikzutat nie mit Tierversuchen in Berührung kam, ist selbst bei besten Absichten und Kontrollen nicht möglich.
- LOGONA Naturkosmetik arbeitet seit Jahrzehnten mit einem sorgfältig kontrollierten Kreis von Rohstofflieferanten und richtet sein Augenmerk seit ebenso langer Zeit darauf, seinen Beitrag zur Tierversuchsfreiheit zu leisten.
- Auch nationale und internationale Logos für tierversuchsfreie Kosmetik sind keine Gewähr dafür, dass ein Stoff nie in einem Tierversuch getestet worden ist. Solche Logos beziehen sich in der Regel auf einen bestimmten Stichtag, ab dem die eingesetzten Stoffe nicht im Tierversuch waren. Was vorher war, wird nicht berücksichtigt. Vergangenheit ist das Thema Tierversuche erst, wenn sämtliche Chemikalien völlig ohne Tierversuche getestet werden. Dieser verbliebene Teil des Weges wird hoffentlich deutlich kürzer sein als die lange Wegstrecke, die bis zum derzeitigen Stand der Verbote für Tierversuche zurückgelegt werden musste.
Stand der Information: März 2010
